Shownotes

In eigener Sache



5 Kommentare
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    Georg sagte:

    Denk ich an Technik in der Nacht …
    Denke ich auch an Intensivpflege. Bishar hatte ich den Eindruck, dass die meisten von der „Redaktion“ im Krankenhaus gearbeitet haben:
    (https://de.wikipedia.org/wiki/Intensivstation#/media/File:Intensivstation_(01)_2007-03-03.jpg )
    Aus meiner Altenpflege sieht das nach sehr viel #HealthIT aus.

    Allgemeiner: Computer haben nicht nur in unserem Privatleben, sondern auch in unserem Berufsalltag Einzug gehalten. Oft nutzen wir sie mit Selbstverständlichkeit und denken gar nicht mehr drüber nach. Ich hab mal was zur ambulanten Pflege geschrieben: https://www.pflegegrad.info/nachrichten/rss/2017-ii/2017-04-29.php

    Berufspolitisch:
    Es gibt 2019 kaum noch examinierte Pflegekräfte, die nicht täglich computerisierte Geräte benutzen. Wie brauchen keine IT Guys, die uns belehren, sondern welche, die Soft- und Hardware so bauen, dass sie der Pat Versorgung dient und sich in unsere Alltagsabläufe einfügt.

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    groeschc sagte:

    Hi allerseits,
    Danke für diese neue Folge – wie immer ein Gewinn! Trotzdem möchte ich gerne etwas anmerken, was (m.E.) in der Folge nur anklang, mir aber zu undeutlich war.
    Generell – sowohl im Podcast als auch im Gesundheitswesen – wird viel über “Digitalisierung” geredet. Und häufig wird darunter verstanden, dass man bestehende Prozesse durch etwas digitales ergänzt oder substituiert. In diesem Entweder-oder-denken finden wir uns auch dann wieder, wenn wir für diese Digitalisierungsprozesse argumentieren: bei Kostenträgern, sogar in der eigenen Berufsgruppe – denn dieses “Ersetzen”, das Gefühl von “weg mit dem Alten, her mit dem Neuen (a.k.a. Digitalem)” löst Ängste aus. )Achtung, Hypothese:) Gleichzeitig wird durch dieses entweder/oder-Denken auch der Diskurs zwischen digital natives und den nicht-digital-natives (will nicht “älteren” sagen) verstärkt, ebenso wie der zwischen akademisierten und nicht akademisierten Pflegekräften. Das die Dinge “getrennt” voneinander gedacht werden, sieht man auch an der EIngangs im Podcast gemachten Aussage, es müsse/solle (sorry, nicht mehr sicher!) Digitalisierung auch curricular abgebildet werden – Nadine oben hat ja auch in eine solche Richtung argumentiert, mit einem Fach “Grundlagen der Pflegeinformatik”.
    Was ist jetzt aber die Lösung, wenn es nicht die hier (übersteigert gezeichnete) ist? Wir müssen die Digitalisierung als gesellschaftlichen Megatrend auffassen, der unvermeidbar ist. Im Gesundheitswesen hilft das m.E. insbesondere bei den oben genannten Debatten, denn man passt nicht etwa nur die eigenen Prozesse an und macht “was mit Elektronik” – sondern man passt Teile des Systems Gesundheitswesen an den gesellschaftlichen Kontext außerhalb an. Da hinken wir ohnehin schon hinterher, und Digitalisierung im Gesundheitswesen ist nicht fancy und neu, sondern zu spät, zu langsam, und die Realität vieler Einrichtungen ist Dekaden hinter dem lebensweltlichen Kontext “außerhalb” des Systems (sieht man ja auch toll an den präsentierten Zahlen, 1-2% Investition in IT im Gesundheitswesen).
    Ein weiterer Teil der Lösung ist, wenn wir anfangen, den lebensweltlichen Kontext auch in der Aus- und Weiterbildung im Gesundheitswesen berücksichtigen. Dazu muss eine Kultur der Digitalität (statt Digitalisierung) gehören, die integrierend statt trennend wirkt, und schon in der Ausbildung technische Lösungen und arbeiten unter den Bedingungen der Digitalisierung ermöglicht/erzwingt/whatever. Diese digitalen Aspekte müssen also fächerübergreifend vorkommen, eingewoben oder verwoben, so wie im echten Leben draußen auch – nur so haben wir die Chance, das diese Brüche und Widerstände weniger werden, und die eigentliche Digitalisierung im Gesundheitswesen kein “Notnagel, Löcher Stopfen oder Zwang ist – sondern eine wirkliche Arbeitserleichterung.

    So, das war jetzt lang, ich hoffe es war trotzdem verständlich was mich umtreibt….:)
    Grüße ans gesamte Team
    Christian

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    • Christian
      Christian sagte:

      Hey Christian, danke für den Kommentar!
      Ich musste es mehrfach lesen, glaube aber zu verstehen, was du sagen willst. Lass mich nur kurz darauf antworten…

      Im Podcast wurde gesagt, dass im privaten Bereich durchaus sehr viel mehr digital abläuft, wir sind dort stetig mit digitalen Aspekten verknüpft – kaum wegzudenken. Genau diese Nähe findet man jedoch im Gesundheitswesen nicht, eben aus den genannten Gründen in der Folge. Es geht ja nicht um neu oder alt, sondern um eine Entwicklung, die sich fortsetzt, daraus folgt dann ein “anders”. Es ist grundsätzlich weniger ein Problem von Pflege, auch wenn sicher Ängste da sind und eine “Umstellung” vorerst auf Ablehnung stoßen könnte. Dennoch sind diese Ängste kaum begrünet – erst recht in einer Welt, in der die private Kommunikation nahezu digital abläuft. Die Grundlagen sind in Institutionen enifach (noch) nicht gegeben, digital zu arbeiten. Wie Franziska im Podcast sagte, ist eine organische Einbettung solcher Inhalte in der Ausbildung oder im Studium sinnvoll, um Zusammenhänge erfassen zu können, sodass auf dieser Basis ein Verständnis erreicht werden kann. Es isoliert zu betrachten ist dann ein “alt” und “neu” und eben genau das ist es nicht.
      WIr müssen nur auf 5G warten, dann wird alles besser :)

      Liebe Grüße zurück vom Team!
      Der Chrstian

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  3. Avatar
    Nadine sagte:

    Die Technikfolge gefällt mir und gibt Visionen für die Zukunft. Ich finde vor allem gut, dass zum Schluss die Hürden warum das zur Zeit in Deutschland nicht/noch nicht passiert noch benannt werden. Es wird gesagt, dass es für die Ausbildung wichtig ist. Da kann ich aktuell sagen: Wir haben so ein Modul integriert “Grundlagen der Pflegeinformatik”. Da haben die Studierenden jetzt kürzlich zurückgemeldet, dass das zwar gut und innovativ ist, dass sie das so in der Praxis aber einfach nicht wiederfinden und deshalb schwer eine aktuelle Relevanz für sich ableiten können.

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    • Christian
      Christian sagte:

      Hey Nadine,

      danke für Deinen Beitrag, wir freuen uns, dass es Dir gefällt!
      Das hört sich gut an und zeigt, dass die “Innovation” erkannt wurde und eine Bildungslücke vorhanden ist, die Praxis allerdings noch nicht so weit ist. Die Relevanz des Moduls ist ja insofern schonmal vorhanden, als das die Studierenden zukünftig gut aufgestellt sein werden. Genau das braucht die Praxis, wenn es darum geht, digitale Verfahren einzuführen: Menschen, die mitgehen und offen dafür sind und wenig Angst haben, es umzusetzen. Aktuell würde eine solche Veränderung wohl auf Ablehnung stoßen, im Sinne von “was sollen wir denn noch alles tun”, da der Benefit nicht spürbar wird.

      Liebe Grüße,
      Christian

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