Shownotes

Studien zur Mortalität

In eigener Sache


Christian, Prof. Dr. B. Kühme, Franziska und Alex (v.l.n.r.)

10 Kommentare
  1. Tobias sagte:

    Moin,
    erstmal Glückwunsch zur zweiten gelungenen Folge (welche auch gerne länger sein dürfen :D). Ein Aspekt, der Akademisierung, welcher am Ende kurz angesprochen wurde aber für mich essenziell ist, stellt die Karriere dar. Auch wenn diese in der Pflege nicht gerne gesehen wird (Indianer und Häuptlinge Diskussion), so muss eine Einrichtung insofern sie es ernst meint, eben diese Durchlässigkeiten schaffen. Und vorallem Möglichkeiten am Bett (ANP etc.) aber auch außerhalb aufzeigen (Stabstelle Pflegewissenschaft, Projektmanagement u.ä.). Ein solches Modell stellt ja u.a. das Uniklinikum Zürich dar. Dort trifft Erfahrung und eben Karriere zusammen und wird u.a. als ein Magnetspital bezeichnet.

    Und ich habe mal eine Frage:
    Ich glaube Christian, stellte eine Publikation von Bienstein und einer Person mit schwer auszusprechenden Namen vor und der Titel wurde auch etwas “verschluckt” ;). Nun habe ich diese mal aus interesse gesucht und kam leider zu keinem Ergebnis, könntet ihr die eventuell kurz den Titel noch einmal nennen?
    Ansonsten, wie schon erwähnt, schöner Podcast und macht weiter so ;)

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    • Christian
      Christian sagte:

      Hey Tobias, vielen Dank!
      Du hast sehr recht, das Themenfeld der weiteren Karrierewege ist kaum erörtert worden. So ist es leider auch mit ganz vielen andere Teilbereichen. Du bist einer der Wenigen, die sagen, dass es hätte länger sein können. Leider war nach Folge 1 der Wunsch, es kürzer zu machen. Das haben wir nun versucht. Wahrscheinlich hätten wir immer noch Aspekte vergessen, wenn wir 3h gemacht hätten. Freuen uns aber trotzdem, dich als Fan dabei zu haben ;) Das Thema “Magnetismus” ist übrigens ein sehr gutes Stichwort… =)

      Ich habe die Publikation hier liegen, ist ein ganz schöner Wälzer. Für einen ersten Überblick konnte ich das hier finden: https://pflege-professionell.at/weniger-krankenhaus-mehr-lebensqualitaet
      Wenn Du mehr Infos brauchst, empfehlen wir, dich bei Christel Bienstein zu melden. Soweit ich weis, gibt es die Publikation mittlerweile auch als Buch im Handel.

      Liebe Grüße ;)

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      • Tobias sagte:

        Danke für die Antwort, ah ok dann bin ich wohl doch drüber gestolpert, habe es aber nicht in Verbindung mit der im Podcast angesprochenen Publikation gebracht :D

        Ja, ich kann den Wunsch auch nachvollziehen. Ich bin glaube ich auch einer der wenigen Menschen auf dieser Welt, die lange Podcasts bevorzugen :D. Z.b: den Aufwachen Podcast von Tilo Jung in denen Folgen bis zu 5-6 Stunden dauern können und ähnliche. Finde es immer schön, wenn man sich im Podcast so richtig reinarbeitet kann und diese dann eben in mehreren Teilen selber “abarbeiten” kann. Aber so ist es auch richtig gut. Man merkte es nur am Ende, dass eigentlich noch viel zu sagen war und eigentlich der Übergang zur Pflegeberufereform wie auf dem Silbertablett war. Gerade das Thema Akademisierung kann ganze Module füllen. Daher ist es klar, dass nicht alles abgearbeitet werden kann.
        Ansonsten von der Strukturierung gut, Tonqualität gut. Braucht euch hinter anderen Podcasts nicht verstecken.

        Grüße ;)

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  2. Jana sagte:

    Auch den zweiten Podcast über Akademisierung der Pflege durchgehört.
    Bitte macht unbedingt weiter!!!
    Und guckt bitte unbedingt zwischendurch in den vollstationären Pflegebereich. (Eure Beispiele sind schon manchmal recht kliniklastig.) Es gibt viele Herausforderungen, denen wir uns in unseren Einrichtungen stellen: Entbürokratisierung der Pflegedokumentation, Qualitätsindikatoren,… Für die Umsetzung braucht man Ideen und “Handwerkszeug”.
    Deshalb finde ich es ganz wichtig, dass in der Ausbildung Methoden vermittelt werden, wie z.B. Arbeitsprozesse neu gestaltet werden können.

    Antworten
    • Christian
      Christian sagte:

      Hallo Jana, natürlich machen wir weiter! Uns macht es mindestens genauso viel Spaß wie Dir ;)
      Du hast Recht, dass wir die Langzeitpflege bisher wenig beleuchtet haben. Spezifische Themen aus dem Bereich sind auf unserer Agenda, allerdings musst Du dich noch etwas gedulden, bis es soweit ist. Deine Stichworte konnten wir auf unserem Zettel alle wiederfinden.

      Liebe Grüße vom Team!

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  3. Ruth sagte:

    Hallo zusammen,
    ich melde mich auch als Pflegeprofi aus der stationären Langzeitpflege zu Wort. Ich werde demnächst Verantwortung tragen in einer völlig neuen Komplexeinrichtung (Vollstationär, Kurzzeitpflege, Tagespflege, Häusliche Pflege, niedrigschwellige Dienstleistungen).
    Sehr gerne möchte ich mindestens im Bereich der vollstationären Pflege akademisch qualifizierte Pflegekräfte im Bereich der Pflegeprozessteuerung einsetzen (analog zum Konzept von Primary Nursing) . Ich bin schon lange der Auffassung, dass die praktische Pflege eine Akademisierung braucht. Die Aufgaben sind in der Langzeitpflege mega anspruchsvoll. Zur Prozesssteuerung gehört immer wieder mit zu neuen herausfordernden Fragestellungen insbesondere im Zusammenhang mit der großen Gruppe der an Demenz erkrankten Menschen umzugehen: Palliative Versorgungsprozesse, Komplex zu steuernde Hygienefragen, Ethische Fragestellungen, systemisch komplexe Aushandlungsprozesse mit Familien… Das alles muss verschriftlicht werden. Die Arbeit mit Ergebnisindikatoren oder ähnliche Anforderungen des Gesetzgebers kommen dazu. Ich kann Jana nur Recht geben. Ohne akademisch gebildete Pflegefachkräfte schaffen wir die Herausforderungen der Zukunft nicht.
    Meine Fragen: Gibt es bereits Konzepte zur Vergütung von Akademikern in der praktischen Pflege? Und wie kann ich die Gehälter refinanzieren? Spielen die Kostenträger da mit? Und: Was macht mich als Arbeitgeber interessant für Pflegeakademiker?

    Antworten
    • Christian
      Christian sagte:

      Hallo Ruth,

      danke für Deinen ausführlichen Kommentar. Wir freuen uns über jeden Diskussionsbeitrag. Es ist schön zu lesen, dass Du in der Langzeitpflege dieses Thema proaktiv angehst und damit die Praxis verändern möchtest! Das ist auf jeden Fall nicht üblich. Damit hast Du auch schon einige komplexe Arbeitsbereiche genannt, wo akademisch Pflegende tätig werden können.

      Zu Deinen Fragen… Ja, es gibt bereits die Vergütung im TVöD für akademisch ausgebildete auf Bachelor-Niveau. Diese sind in die grundsätzlich in die Entgeltgruppe 9b des TVöD-P eingruppiert. Soweit ich weis, haben sie jedoch “nur” Anspruch darauf, wenn mindestens 50% der Tätigkeiten auch entsprechend dieser Qualifikation sind, sodass Arbeitgebende hier einen kleinen Spielraum haben. Bitte um Korrektur, wenn nicht richtig.

      Im Langzeitpflegebereich gibt es aktuell (glaube ich) noch keine Möglichkeit der Refinanzierung, soweit ich weis, sieht das PpSG dieses nur im Krankenhaus vor. In einer der nächsten Folgen werden wir das aber nochmal genauer darstellen können. Die Frage ist notiert :)

      Die Frage, was Dich interessant macht… Wahrscheinlich grundsätzlich mal die Einstellung und damit die “Visiion”, die du in der Praxis verbreiten kannst. Du kannst dich um Kooperationen mit Hochschulen bemühen, sodass du direkten Zugang zu Interessierten bekommst, gleichzeitig können Hocschulen Dir auch weiterhelfen, was Du machen kannst.
      Aus meiner Sicht eignen sich Projekte immer gut, welche die Versorgung verbessern können. Gib Akademisierten die Möglichkeit, ihr Wissen und die Kompetenzen anzubringen und auszuleben. Lass sie die Praxis verändern und schaffe eine Praxis, die offen ist, für eine Weiterentwicklung. Dann hast du sicher gute Karten.
      Und schreib es auf die Homepage, geh in Hochschulen und stellt Euch vor. Macht Euch sichtbar und interessant. Sei ein Magnet.

      LG, Christian

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  4. Stephan sagte:

    Glückwunsch zu diesem interessanten Format! Habe den 2. Podcast angehört, der erste folgt in den nächsten Tagen. Die Länge finde ich super, nur so kann man komplexe Themen und Gedanken ausformulieren und darstellen. Vielleicht traut ihr euch ja irgendwann noch vor eine Kamera und es wird ein Youtube Kanal gegründet.

    Nun zum Thema Akademisierung. Im Prinzip stellt dieser Podcast das Problem der Akademisierung unbeabsichtigt präzise dar. Der Pflegewissenschaftler schwelgt, er zeigt auf, er mahnt an, er philosophiert und man beratschlagt miteinander über Dinge wie sie sein könnten wenn sie anders wären. Ähnlich wie die Philosophen im alten Griechenland. Selbst über die älteste aller Fragen „Wer bin ich überhaupt“ wird nachgedacht. Leider bricht sich das hehre Ziel mit der tatsächlichen aktuellen Wirklichkeit. In einer Realität in der zwei Fachkräfte 35 Patienten auf einer Chirurgie oder demenzerkrankte Bewohner in einem Heim betreuen, bleibt keinerlei Raum zur Prozessoptimierung. Da gehts nur noch darum möglichst wenig Schaden am Patienten zu generieren ohne selbst dabei tot umzufallen. Dass dabei Brüche in der Behandlung der Patienten entstehen bzw. unerkannt bleiben kann wohl nicht an der fehlenden akademischen Ausbildung dieser zwei Protagonisten liegen.

    Wenn mal eine Personalquote von 1:4 (Pflege:Patient) erreicht ist, könnte genügend Raum entstehen, der es ermöglicht, die Pflege auf ein neues Qualitätsniveau zu stellen. Und dann erst könnten die akademischen Initiativen Früchte tragen.

    Die bisherige Bilanz der Pflegeakademiker direkt an der Basis geht gegen null. Dort spürt man allerhöchstens die immer weiter ausufernde Bürokratie zur Qualitätssicherung. In meiner Klinik wurde jetzt damit begonnen Akademiker auf den Stationen zusätzlich zum Stammpersonal einzusetzen um komplexe Austrittsprozedere, Angehörigenedukationen oder die Lösung ethische Grenzfälle zu übernehmen. Grundsätzlich endlich ein Projekt mit Potential.

    Grüsse, Stephan

    Antworten
    • Christian
      Christian sagte:

      Moin Stephan, danke für die Glückwünsche! Ob wir irgendwann mal eine Kamera dazu aufstellen und noch einen Kanal bespielen… Aktuell nicht geplant. Ein Live-Stream wäre da schon wahrscheinlicher ;)

      Du beschreibst ein Dilemma, was faktisch vorhanden ist und jedem auch bekannt ist. Letztlich aber genau das “Totschlagargument” schlechthin ist. Natürlich sind die Bedingungen nicht optimal, um die Pflege derart zu entwickeln – es allerdings aus diesen Gründen nicht zu tun, führt eben auch zu keiner Entwicklung. Das von Dir beschriebene Problem zieht sich seit Jahren und sehr spürbar durch alle Settings. In dieser Situation jedoch lethargisch zu verharren führt zu keiner Veränderung. Daher freuen wir uns besonders darüber, dass bei Euch im Haus Aufgaben gefunden wurden, um eine Entwicklung anzutreten.

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